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Welche Zukunft hat das Bewegtbild in der Online-PR der Schweizer Unternehmen?

25 Sep

Teil 6/6: Untersuchungsergebnisse der Online-Befragung zum Thema Zukunftsaussichten

In diesem letzten Blogeintrag geht’s darum, welche Perspektiven für das Bewegtbild in der Online-Kommunikation bestehen. Dass die grosse Mehrheit der befragten Unternehmen an die zukünftige Wichtigkeit dieses Instruments glaubt, zeigt das eindeutige Resultat der ersten Testfrage. Die Hypothese, welche besagt, dass Videos für die Online-Kommunikation von Unternehmen immer wichtiger werden, ist damit bestätigt.

Welche Zukunft hat das Bewegtbild in der Online-PR der Schweizer Unternehmen (n=41)?

Welche Zukunft hat das Bewegtbild in der Online-PR der Schweizer Unternehmen (n=41)?

Die Antwortmöglichkeit „wird immer unwichtiger“ hat keiner der 41 Teilnehmer gewählt. Unter „Sonstiges“ erwähnte ein Befragter, dass Bewegtbild im Zusammenhang mit Social Media immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Dass das Angebot an bewegten Inhalten weiter zunehmen wird, zeigen auch die Antworten auf eine weitere Testfrage zu diesem Thema. Um die forschungsleitende Fragestellung bestmöglich zu beantworten, wurden die Unternehmen mit einer offenen Fragestellung aufgefordert, sich darüber zu äussern, wie die Bewegtbildkommunikation ihre PR-Arbeit weiter verändern wird. Ganze 36 Teilnehmer haben diese Testfrage beantwortet. Die wortwörtlichen Aussagen sind jeweils einzeln im Anhang ersichtlich. Der nachfolgende Abschnitt ist eine Zusammenfassung davon und gibt einen Einblick in die möglichen Zukunftsaussichten von Webvideos in der Schweiz.

Unternehmen hoffen, dass Webvideos die PR-Arbeit vereinfachen werden. Mit bewegten Bildern könne man einfacher Emotionen transportieren und die PR-Ziele besser erreichen. Wer PR-Inhalte erstellt, müsse deshalb auch immer an die dazu passenden Bilder, Töne und Videos denken. Webvideos lösen vermehrt reine PR-Texte ab. Den Unternehmen ist bewusst, dass Bewegtbild mehr Ressourcen beansprucht – nicht nur weil die Videoproduktion aufwändiger sei als ein schriftlich verfasster Artikel, sondern auch weil die Ansprüche der Zuschauer steigen. Oder anders formuliert: Diese werden sich künftig gewohnt sein, zu jeder Suche ein passendes Video zu finden. Deshalb gewinne YouTube als Suchmaschine auch immer mehr an Wichtigkeit. Um als einigermassen modern angesehen zu werden, komme man um Webvideos nicht herum. Es sei ein Mehraufwand, aber auch eine Erweiterung der Kompetenzen. Grundsätzlich werde alles crossmedialer, man müsse vernetzter, flexibler und visueller denken. Die technische Ausführung alleine ist daher nicht die Hauptproblematik: „Content is King“ – die Suche nach Geschichten, Erlebnissen und Themen werde aus Unternehmenssicht zunehmen und Kommunikationsprofis beschäftigen. Schweizer Unternehmen wollen künftig noch mehr Webvideos mit den unterschiedlichsten Inhalten und Themen erstellen. Die Wichtigkeit steigt und die Einsatzbereiche breiten sich aus. Als Dialog- und Distributionskanal seien vermehrt Social Media-Plattformen einzusetzen. Passend dazu sei ein Trend vom aufwändig produzierten Imagefilm hin zu kurzen, trashigen Webvideos zu bemerken. Vor allem im Social Media-Bereich werden solche audiovisuellen Angebote vermehrt vom Nutzer gewünscht. Webvideos sollen da deshalb noch häufiger, interaktiver und dialogorientierter eingesetzt werden. Persönlich, fassbar, direkt, interaktiv, lebensnah und transparent scheinen die Schlagworte für die künftige Bewegtbildkommunikation im Web zu sein. Videos gehören immer mehr zum Alltag fast aller Zielgruppen. Alles werde mobiler und dynamischer; das Zielpublikum kann dank den unterschiedlichsten Endgeräten zeit- und ortsunabhängig abgeholt werden. Trotzdem merke man, dass Schweizer Kunden eine lokale Ansprache wünschen statt internationaler Videos, die für den amerikanischen Markt konzipiert seien.

Der Trend nach noch mehr Webvideos in vielfältigen Variationen und Einsatzgebieten ist vorhanden. Doch wie soll das Know-how für künftiges Bewegtbild in die Unternehmen geholt werden? Eine weitere Testfrage mit Mehrfachantworten zeigt auf, dass die Unternehmen dies sehr unterschiedlich bewerkstelligen wollen. Klar ist, dass viel getan wird: Nur ein einziges Unternehmen plant keine Einstellungen oder Weiterbildungen in diesem Bereich. Gemäss Angaben in den Fragebögen sollen in zehn Unternehmen Schulungen für interne Mitarbeiter stattfinden. Insgesamt 15 Unternehmen werden sogar Mitarbeiter einstellen, die bereits über nötiges Know-how verfügen. Es gibt auch solche, die noch keine konkreten Pläne haben (15 mal genannt). Dafür sind 15 Unternehmen schon so weit, dass sie bereits über geschulte Mitarbeitende verfügen. 13 Unternehmen benötigen kein internes Know-how da sie weiterhin extern produzieren lassen.

Fazit Zukunftsaussichten

Die Bachelorthesis zeigt, dass Unternehmen, die bereits Erfahrungen mit Webvideos gesammelt haben, dieses Instrument auch weiterhin für ihre Online-Kommunikation einsetzen möchten. Beim Erstellen und Nutzen von Bewegtbildinhalten ergeben sich interessante Herausforderungen und Möglichkeiten. Wie diese von Unternehmen angegangen werden, ist sehr unterschiedlich. Wer noch nicht über das notwenige Know-how verfügt, stellt Fachpersonal ein, schult interne Mitarbeitende oder / und holt sich Hilfe von aussen. Es kann davon ausgegangen werden, dass das Angebot an bewegten Inhalten im Internet weiter kräftig zunimmt.

 

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LAST CALL -> versprochen ;)

27 Apr

Dieses Weekend wird ausnahmsweise mal Thesis-frei – YEAH.

Weil die Umfrage am Freitag, 4. Mai schliesst hier der letzte Aufruf: 

Bitte liebe Schweizer Unternehmen und Institutionen, nehmt an meiner Bachelorumfrage teil!

— > HIER <–

Vielen Dank auch fürs retweeten, weiterleiten, verlinken, weitersagen und was es da nochso alles gibt.

Ein schönes, warmes Wochenende!

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