Tag Archives: Bewegtbild

Wie handhaben Schweizer Unternehmen die Erfolgsmessung ihrer Webvideos?

24 Sep

Untersuchungsergebnisse der Online-Befragung zum Thema Evaluation

Gemäss den Resultaten aus der Umfrage betreiben rund 60 Prozent der 41 Unternehmen eine Erfolgskontrolle. Diese Zahlen sind ernüchternd, wenn man bedenkt, dass gerade quantitative Messungen bei Videoportalen wie YouTube mit nur wenigen Klicks einfach und kostenlos erreichbar sind.

Betreiben Unternehmen (n=41) eine Erfolgskontrolle für Webvideos?

Betreiben Unternehmen (n=41) eine Erfolgskontrolle für Webvideos?

Genau diese quantitativen Messungen sind es, welche mehrheitlich von den 23 Unternehmen mit Erfolgskontrolle eingesetzt werden. Von ihnen messen 22 die Zugriffszahlen der Rezipienten. Zusätzlich berücksichtigen 19 von ihnen die Zugriffsdauer und / oder die Abbruchquoten bei ihren Webvideos. Eine qualitative Auswertungsmethode ist beispielsweise die Analyse von Kommentaren zu den Videos. Immerhin 16 der Befragten mit Erfolgskontrolle wenden diese an. Eine weitere qualitative Methode, die Befragung der Zielgruppe, findet mit sechs Nennungen nur wenig Verwendung.

Welche Methoden der Erfolgsmessung von Bewegtbild werden eingesetzt? (n=23)

Welche Methoden der Erfolgsmessung von Bewegtbild werden eingesetzt? (n=23)

Die aufgestellte Hypothese, dass die Evaluation eher durch quantitative Messungen (wie Klickraten, Zugriffsdauer) als durch qualitative Methoden (wie Befragungen oder Auswertung von Kommentaren) stattfindet, hat sich bei der Auswertung als korrekt herausgestellt.

Ausserdem wollte ich von den anderen 18 Unternehmen wissen, weshalb keine Erfolgskontrolle stattfindet. 15 davon haben ihre Gründe ausformuliert. Bei sieben Unternehmen sei eine Evaluation geplant, die weiteren Begründungen sind sehr unterschiedlich. Die Tabelle zeigt die Kategorisierung der Nennungen nach abnehmender Anzahl.

Weshalb führen Unternehmen keine Erfolgsmessung durch?

Weshalb führen Unternehmen keine Erfolgsmessung durch?

Fazit Evaluation

Immerhin rund 60 Prozent der 41 Unternehmen betreiben eine Erfolgskontrolle. Gemessen wird mehr quantitativ als qualitativ. Im Theorieteil der Bachelorarbeit wurde bereits vermerkt, dass Anbieter im Internet kostenlose Evaluationstools für quantitative Messungen anbieten. Qualitative Evaluationen, wie beispielsweise die Auswertung von Kommentaren zu Webvideos, sind aufwendiger, gehören aber in jedes Monitoring. Dies setzt voraus, dass die Kommentarfunktion bei Webvideos freigeschaltet wird. Die Kommentarfunktion eröffnet Unternehmen gleichzeitig die Chance, mit ihren Zielgruppen einen Dialog zu führen und direkte Verbesserungsvorschläge zu erhalten – oftmals gerade dank den unerwünschten kritischen Stimmen.

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Kurze Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse

17 Sep

Die Ergebnisse der Untersuchung möchte ich abschliessend für den Blog kurz zusammenfassen. Jedes Thema erhält in Verlauf dieser und nächster Woche einen eigenen Blogeintrag mit einer Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse. Zur Übersicht:

Forschungskonzept

Die Basis der empirischen Untersuchung bilden 41 vollständig ausgefüllte Fragebögen von Schweizer Unternehmen und Institutionen. Alle haben in den letzten 2 Jahren mindesten 10 PR-Videos online gestellt. Die Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen. 56% der Teilnehmer arbeiten in einem Grossunternehmen, 44% in KMU.

Innerhalb des Fragebogens wurden die Teilnehmenden jeweils nach ihrer Position im Unternehmen gefragt. Das Ergebnis zeigt, dass sie meist in der Online-Kommunikation tätig sind. Die grosse Vielfalt der unterschiedlichsten Berufsbezeichnungen:

Die Ergebnisse zum ersten Thema „Beweggründe für Bewegtbild“ sind ab morgen online.

Erste Woche und Aufgabe bei SBB Cargo

12 Mrz

Meine erste Woche als Praktikantin in der Kommunikation bei SBB Cargo neigt sich dem Ende entgegen. Die vielen neuen Eindrücke, Gesichter und Namen liessen die Zeit wie im Flug vergehen. Auch für mein Team war es eine spezielle Woche: Am Freitag fand die Taufe der ersten von dreissig bestellten Hybridloks  inklusive Pressekonferenz statt. Alle waren mit den Vorbereitungen beschäftigt. Trotz der hektischen Zeit wurde ich mit Blumen und einer Willkommenskarte am Arbeitsplatz empfangen. Die ersten Begegnungen mit meinen Kollegen waren sehr herzlich. Es ist echt erleichternd wenn man so nett begrüsst wird. Auch das Bürogebäude find ich grosse Klasse und muss kurz erwähnt werden. Ich mag das Ambiente von Grossraumbüros ja schon seit meiner Lehrzeit, aber in einem so speziellen habe ich wohl noch nie gearbeitet: Direkt neben dem Bahnhof, mit transparenter Fassade, entworfen von den Architekten Herzog & de Meuron.

Diese Woche war mein Arbeitsplatz aber nicht nur drinnen sondern mehrheitlich auf einem der grössten und leistungsfähigsten Rangierbahnhöfe Europas: Der Rangierbahnhof Limmattal. Anlass dafür war die bereits erwähnte Taufe der Hybridlok Eem 923. Bewaffnet mit einer Flipcam, einem Stativ, Mut, oranger Weste und Stahlschuhen filmte ich den Event. Meine Aufgabe: Bilder der Taufe für die internen Infoscreens einfangen. Die Herausforderung: Die Infoscreens sind ohne Ton. Viele Produzenten sagen „der Ton macht den Film“. Und jetzt beim Schneiden muss ich sagen, das hat was! Wenn ich mir die Sequenzen ohne Ton anschaue ist es irgendwie komisch. Man achtet auf ganz andere Dinge und Emotionen rüber zu bringen ist echt schwierig. Zudem ist eine Flipcam nunmal keine professionelle Kamera und ich keine ausgebildete Kamerafrau. Aber wenn ich bedenke, dass das ganze ja semiprofesionell sein darf – nein sogar soll – dann bin ich mit der Ausbäute ganz zufrieden. Der praktische Einstieg in mein Bachelorthema wäre somit geschafft. Mein Praktikumsziel ist es ja, eine Strategie für das semiprofesionelle Bewegtbild der SBB Cargo zu entwickeln. Dabei geht es um eine authentische, informative und unterhaltsame Darstellung von Personen, derer Arbeitsabläufe und der Vermittlung von Wissen. Die Videos werden sich deutlich vom typischen Imagefilm oder Werbespot unterscheiden: Konzeptionell, produktionstechnisch und hinsichtlich der verfügbaren Mittel. Anstatt mit professionellen Schauspielern und ausgebildeten Sprechern inszenierte Bilder zu zeigen, stehen zum Beispiel die Mitarbeiter mit eigenen interessanten Geschichten im Mittelpunkt. Im Hintergrund agiert auch keine externe Produktionsfirma mit Filmcrew, sondern ein Mitarbeiter der Kommunikation, der in Eigenregie mit einfachen Mitteln (Flipcam und kostenloses Schnittprogram) selbst produziert. Toll, dass ich schon in der ersten Woche praktische Erfahrungen auf diesem Gebiet machen konnte. So kann ich wichtige Inputs für die Erstellung des Konzeptes sammeln.

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