Archiv | März, 2012

SBB setzt auf Rod und Rot

30 Mrz

Endlich, die SBB-Kampagne „unterwegs zuhause“ ist angerollt. Vor gut einem Jahr wurde gepitcht und SBB nominierte Rod Kommunikation als neue Leadagentur. Mich hat`s gefreut, denn David Schärer, Mitglied der Geschäftsleitung von Rod, war im 3. Semester mein Dozent. Bei ihm und der Agentur habe ich viel über die crossmediale Konzepterstellung gelernt. In seinem Modul wurden wir zum Beispiel von der UNESCO für eine nationale Kampagne über das Immaterielle Kulturerbe gepitcht; bin jetzt noch richtig stolz auf den Sieg ;). Jedenfalls ihr seht – ich mag Rod, wie sie arbeiten und vor allem was dabei rauskommt. Rausgekommen ist heute auch der Song zur neuen SBB-Imagekampagne. Schon hier bemerkt man die Handschrift der Agentur. Auch bei früheren Konzepten, wie beispielsweise “Slow down. Take it easy” spielten hitverdächtige Songs eine federführende Rolle. David sagte mal zu mir, dass sich die Dialoggruppe freiwillig mit dem Inhalt auseinandersetzen soll. Ja, gute Musik hört man gerne, sie verbindet und weckt Emotionen. Auch das weiterentwickelte Corporate Design (welches gleichzeitig mit der Kampagne anläuft) setzt auf Emotionen – genauergesagt auf die Farbe rot.

Seht und hört selbst:

 

Bachelor-Thesis – wie gehe ich vor?

26 Mrz

Onlinevideos in der Public Relations – wie Schweizer Unternehmen das Instrument nutzen. Soviel zu meinem Bachelorthema. Nur der Titel alleine genügt nicht ;). Zum Glück habe ich schon viel Literaturrecherche betrieben und Stunden mit Lesen verbracht. Am schlimmsten finde ich bei den Kommunikationswissenschaften die Begriffsdefinitionen. Das fängt schon bei „Public Relations“ an. Dass für neue Wörter wie „PR-Video“ duzende Synonyme und verwandte Begriffe herumgeistern, kann ich noch nachvollziehen. Aber wieso ist man nach Jahren der PR-Arbeit noch auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen!? Egal, jedenfalls wird der Teil „Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen“ in meiner Bachelorarbeit länger… und länger… und länger…

Nach dem theoretischen Anfangsteil wird die Thesis nach dem deduktiven Verfahren angegangen. Genauer: Im zweiten Teil werden Schweizer Unternehmen zum Thema Onlinevideo in der Public Relations befragt. Den Onlinefragebogen dazu habe ich fast fertig. Hätte nicht gedacht, dass man sich beim Fragenstellen so viele Fragen stellen und alles, alles fünfmal hinterfragen muss. Zurzeit frage ich mich zudem, welches Onlinetool ich einsetzten soll. Ich glaube, NETQ hat gewonnen: Die bieten einen tollen Service für Studenten. Nun werden Fragebogen und Tool noch kurz getestet und dann kann es los gehen.

Anfragen werde ich Schweizer Unternehmen, welche in den letzten zwei Jahren mindestens 10 PR-Videos online gestellt haben. Dabei möchte ich mehr über Bedeutung von ihrem Bewegtbild, Einsatz, Aufwand, Ziele, Erfolgskontrolle und Zukunftsvisionen herausfinden.

Nach der Auswertung werde ich drei herausstechende Unternehmen auswählen und deren Bewegtbildangebot genauer analysieren. Zudem möchte ich jeweils ein Interview durchführen um mehr über die Strategie hinter den Kulissen zu erfahren. Dabei habe ich mich bewusst für das leitfadengestützte und somit für ein nicht-standardisiertes, exploratives Verfahren entschieden. So erhält man auch die Möglichkeit, etwas über die Denkmuster der Unternehmen zu erfahren; was sie für relevant halten und wie sie argumentieren. Soviel zu meinem geplanten vorgehen – mal hoffen es klappt alles. An den nächsten zwei Tagen fahre ich wieder einmal nach Chur und nehme an einem Crash-Repetitionskurs im wissenschaftlichen Arbeiten teil. Der soll mir doch bitte bestätigen, dass ich auf den richtigen Zug aufgesprungen bin 😉

Studien über Bewegtbild im Internet

17 Mrz

Bewegtbild im Internet boomt – deswegen gibt es auch schon einige Studien dazu – und ich habe sie für meine Bachelorarbeit alle durchleuchtet ;). Lange gings, aber war auch sehr spannend! So habe ich zum Beispiel gelesen, dass es 50-mal wahrscheinlicher ist, mit einem Video auf der ersten Seite bei Google zu laden als mit einem Textlink. Das haben Analysten von Forrester herausgefunden (MovingIMAGE24, 2011). Schon jetzt ist zu beobachten, dass das Internet zunehmend zu einem audio-visuellen Medium wird. Dieser Trend wird anhalten. Die Prognosen des US-Netzwerkausrüsters Cisco gehen sogar soweit, dass im Jahr 2014 über 91 Prozent des Internet-Traffics auf Video-Nutzung zurückzuführen sein wird. Es wird über eine Milliarde Online-Video-User geben und die Gesamtspielzeit aller 2014 übertragenen Videos wird etwa 72 Millionen Jahre betragen.

Statistiken und Studien müssen sein...Das Medienkonsumverhalten schlägt sich auch auf die Unternehmenskommunikation nieder. Bis heute setzen aber nur wenige Schweizer Unternehmen Onlinevideos als PR-Instrument ein. Die Bewegtbildstudie 2010 nennt Informationsdefizite, hohe Kosten und schwierige Erfolgskontrollen als Hauptgründe. Andere versuchen diesem Trend zu folgen indem sie in interessante und unterhaltsame Videos investieren. Denn Videos können begeistern, sind emotional, erregen Aufmerksamkeit und vermitteln Persönlichkeit. Kommunikationsfachleute können mit Hilfe von bewegten Bildern komplexe Dienstleistungen und Sachverhalte besser visualisieren und ihre Zielgruppen spezifisch ansprechen. Auch für die Medienarbeit können Onlinevideos eingesetzt werden. Rund 25 Prozent von 1‘412 befragten Journalisten aus Deutschland wünschen sich Videomaterial von ihren Zulieferern aus der PR-Welt. Doch wer Chancen nutzen möchte, muss die Besonderheiten des Bewegtbildes kennen. Im zuge meiner Bachelorarbeit möchte ich herausfinden wie Unternehmen, die Onlinevideos bereits für die PR einsetzen, das Instrument beurteilen, wie sie es einsetzen und welche Ziele verfolgt werden. Werbeformate finden dabei keine Beachtung – man soll sich ja einschrenken ;).

Zu einer der wichtigsten Studien für meine Thesis zähle ich die Bewegtbildstudie 2008 der Universität Leipzig. Ihr Partner war news aktuell, ein Unternehmen der dpa-Gruppe. Unter der Leitung von Prof. Dr. Ansgar Zerfass (Kommunikationsmanagement) und PD Dr. Harald Rau (Journalistik) wurde eine empirische Untersuchung zur Nutzung von Video-Content im Internet durchgeführt. Schriftlich befragt wurden insgesamt 2`400 Journalisten und Public Relationsverantwortliche aus Deutschland. Die wichtigsten Ergebnisse, im Hinblick auf die Bachelorarbeit, sind folgende:

  • PR-Verantwortliche beziehen das Bewegtbild vorwiegend von externen      Dienstleistern und haben bislang      wenige Ressourcen. Im Bereich Kommunikationsmanagement/PR setzen nur 32 Prozent auf interne      Kompetenzen. Es gibt einen klaren Mangel an Know-how, insbesondere bei der      Produktion und Nachbearbeitung. Der Verzicht auf Kompetenzen und      Ressourcen könnte sich als Bumerang erweisen, wenn der Markt wächst. Journalisten hingegen produzieren      zumeist selbst. Interessant ist, dass jedes dritte Unternehmen, das seine      Webvideos derzeit extern bezieht, sich eigenes Know-how aufbauen möchte.      Entsprechend optimistisch sind auch die Zukunftsprognosen: Neun von zehn      Befragten gehen davon aus, dass Webvideos immer wichtiger werden.
  • Die wichtigsten Erfolgsfaktoren für Bewegtbild-PR im      Internet sind einfache Publikations- und Distributionsmöglichkeiten sowie      intelligente Konzepte. Handlungsbedarf besteht allerdings in allen      Bereichen der Produktions- und Verwertungskette.
  • Bei den Befragten, die kein Videomaterial anbieten, sind      im Kern zwei verschiedene Argumentationsmuster identifizierbar: Als      Hindernisse werden einerseits operative Vorbehalte wie Aufwand,      Schwierigkeitsgrad und geringes Rezipienteninteresse genannt. Andererseits      seien es strategische Gründe wie Mangel an Mehrwert, Konzepten und      Zugriffen.

Die wissenschaftlichen Ergebnisse zeigen, dass der Bewegtbildkommunikation in Zukunft eine noch grössere Bedeutung prognostiziert wird. Die Kosten für die Produktion des eigenen Bewegtbildmaterials sinken. Es ist davon auszugehen, dass deshalb immer mehr Unternehmen eigenes Know-how aufbauen möchten – wie SBB Cargo.

Erste Woche und Aufgabe bei SBB Cargo

12 Mrz

Meine erste Woche als Praktikantin in der Kommunikation bei SBB Cargo neigt sich dem Ende entgegen. Die vielen neuen Eindrücke, Gesichter und Namen liessen die Zeit wie im Flug vergehen. Auch für mein Team war es eine spezielle Woche: Am Freitag fand die Taufe der ersten von dreissig bestellten Hybridloks  inklusive Pressekonferenz statt. Alle waren mit den Vorbereitungen beschäftigt. Trotz der hektischen Zeit wurde ich mit Blumen und einer Willkommenskarte am Arbeitsplatz empfangen. Die ersten Begegnungen mit meinen Kollegen waren sehr herzlich. Es ist echt erleichternd wenn man so nett begrüsst wird. Auch das Bürogebäude find ich grosse Klasse und muss kurz erwähnt werden. Ich mag das Ambiente von Grossraumbüros ja schon seit meiner Lehrzeit, aber in einem so speziellen habe ich wohl noch nie gearbeitet: Direkt neben dem Bahnhof, mit transparenter Fassade, entworfen von den Architekten Herzog & de Meuron.

Diese Woche war mein Arbeitsplatz aber nicht nur drinnen sondern mehrheitlich auf einem der grössten und leistungsfähigsten Rangierbahnhöfe Europas: Der Rangierbahnhof Limmattal. Anlass dafür war die bereits erwähnte Taufe der Hybridlok Eem 923. Bewaffnet mit einer Flipcam, einem Stativ, Mut, oranger Weste und Stahlschuhen filmte ich den Event. Meine Aufgabe: Bilder der Taufe für die internen Infoscreens einfangen. Die Herausforderung: Die Infoscreens sind ohne Ton. Viele Produzenten sagen „der Ton macht den Film“. Und jetzt beim Schneiden muss ich sagen, das hat was! Wenn ich mir die Sequenzen ohne Ton anschaue ist es irgendwie komisch. Man achtet auf ganz andere Dinge und Emotionen rüber zu bringen ist echt schwierig. Zudem ist eine Flipcam nunmal keine professionelle Kamera und ich keine ausgebildete Kamerafrau. Aber wenn ich bedenke, dass das ganze ja semiprofesionell sein darf – nein sogar soll – dann bin ich mit der Ausbäute ganz zufrieden. Der praktische Einstieg in mein Bachelorthema wäre somit geschafft. Mein Praktikumsziel ist es ja, eine Strategie für das semiprofesionelle Bewegtbild der SBB Cargo zu entwickeln. Dabei geht es um eine authentische, informative und unterhaltsame Darstellung von Personen, derer Arbeitsabläufe und der Vermittlung von Wissen. Die Videos werden sich deutlich vom typischen Imagefilm oder Werbespot unterscheiden: Konzeptionell, produktionstechnisch und hinsichtlich der verfügbaren Mittel. Anstatt mit professionellen Schauspielern und ausgebildeten Sprechern inszenierte Bilder zu zeigen, stehen zum Beispiel die Mitarbeiter mit eigenen interessanten Geschichten im Mittelpunkt. Im Hintergrund agiert auch keine externe Produktionsfirma mit Filmcrew, sondern ein Mitarbeiter der Kommunikation, der in Eigenregie mit einfachen Mitteln (Flipcam und kostenloses Schnittprogram) selbst produziert. Toll, dass ich schon in der ersten Woche praktische Erfahrungen auf diesem Gebiet machen konnte. So kann ich wichtige Inputs für die Erstellung des Konzeptes sammeln.

Gratis: Viral Clip Seeding auf Social-Media- und Videoportale

3 Mrz

Ein Video mit einem Klick auf zahlreichen Social-Media-Plattformen bekannt machen -> ab sofort sei dies kostenlos auch mit VideoCounter.com möglich.

Die neue Basisversion unterstützt den Upload (bzw. das Video-Link-Posting) auf elf Portale wie YouTube, Facebook und Twitter. „Die Reichweite der Bewegtbildkommunikation von Unternehmen wird durch die breite Streuung der Onlinefilme vervielfacht und der Arbeitsaufwand durch VideoCounter.com zugleich reduziert“, heisst es in der Medienmitteilung. Habe mit diesem Onlinetool noch keine Erfahrungen gemacht (kostenpflichtige Vollversion gibt es bereits seit 2007). Aber die integrierte Statistik-Funktion teste ich gerne mal…

Du bist angekommen…

2 Mrz

…auf dem Projekt-Blog über meine Bachelorarbeit im Studiengang Multimedia Production.

Im 6. Semester dreht sich bei mir alles um das Thema Bewegtbild in der Unternehmenskommunikation. Bei SBB Cargo darf ich eine Bewegtbildsprache konzipieren und Beispielvideos herstellen. Neben dieser praktischen Arbeit befasse ich mich in der Bachelorarbeit mit Onlinevideos in der PR. Jeweils mehr dazu erfährt ihr beim Einstieg auf…

  • PR-Bewegtbild: Im Web endeckte PR-Videos  – abgefahren oder auf der falschen Schiene?
  • Tagebuch: Meine Zeit und Aufträge bei SBB Cargo
  • Thesis: Meine Bachelorarbeit befasst sich mit dem Thema  „Onlinevideos in der Public Relations – wie Schweizer Unternehmen das Instrument nutzen“. Hier erfährt ihr woran ich gerade arbeite und ob ich schon durchgedreht bin.

Auch ihr dürft zum Zug kommen: Kritisiert & motiviert  😉

 Nachtrag: –> Das Studium habe ich im Herbst 2012 abgeschlossen, dieser Projektblog wird nur noch sporadisch betreut.  <–

Interessierten sende ich meine Bachelorarbeit gerne zu.

Absolventen Multimedia Production_Media Engineering

Bald geht`s los

2 Mrz

Schaufenster in MünchenDiese Miniatur steht in einem Schaufenster in München. Auf dem Weg zur Uni ging ich die letzen sechs Monate fast dran vorbei und wurde so immer an mein bevorstehendes Praktikum erinnert. Ab Montag ist es endlich soweit: Mein erster Arbeitstag bei SBB Cargo. Spannung und Vorfreude sind gross.

%d Bloggern gefällt das: